Darf ich meine Wohnung über Airbnb vermieten?

Das musst du beachten, wenn du über Airbnb vermieten möchtest.

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In unserer FeWo-Anleitung erfährst du, ob du deine Wohnung auf der Buchungsplattform Airbnb inserieren darfst und was du dabei berücksichtigen musst.

Wenn du Wohnungen online als Ferienwohnung anbieten möchtest, macht es einen Unterschied, ob es sich um die Vermietung von Eigentumswohnungen oder angemieteten Wohnungen handelt.

Eigentumswohnung über Airbnb vermieten

Gehört das Apartment oder Haus dir, darfst du es grundsätzlich als Ferienunterkunft vermieten. Aber Vorsicht: In manchen Regionen gibt es aufgrund von Wohnungsknappheit spezielle Regelungen, die die Kurzzeitvermietung (= Vermietung bis zu 3 Monaten) einschränken oder sogar verbieten. Daher ist die tage- oder wochenweise Untervermietung an Touristen nicht überall erlaubt.

Zusätzlich kann es sein, dass deine Wohnungseigentümergemeinschaft nicht möchte, dass jemand im Haus sein Apartment an häufig wechselnde Touristen vermietet. Hintergrund ist hier meist die Angst vor Lärmbelästigung. Du solltest die Vermietung über Airbnb, Wimdu oder andere FeWo-Portalen also auf jeden Fall abklären, bevor du deine Wohnung im Internet anbietest.

Mietwohnung auf Airbnb vermieten

Darf ich meine Wohnung über Airbnb vermieten? ᐅ Anleitung

Wenn du deine Mietwohnung als Ferienwohnung über Airbnb vermieten möchtest, musst du auf jeden Fall die Zustimmung deines Vermieters einholen. Bei der Kurzzeitvermietung deiner Mietwohnung handelt es sich nämlich um eine Untervermietung.

Selbst wenn die Untervermietung laut Mietvertrag erlaubt ist, musst du deinen Vermieter um Erlaubnis fragen. Die klassische Untervermietung bezieht sich nämlich auf dauerhafte Vermietung an eine Person und nicht beliebige Gäste, die häufig wechseln.

Wenn dein Vermieter sein Einverständnis nicht gegeben hat und du trotzdem vermietest, riskierst du hohe Strafen und im schlimmsten Fall sogar die fristlose Kündigung. Hier findest du Tipps, wie du deinen Vermieter am besten überzeugst.

Es macht übrigens einen Unterschied, ob du die gesamte Wohnung vermietest oder ob es sich um die Vermietung einzelner Zimmer handelt. Mehr dazu erfährst du weiter unten im Beitrag.

Zweckentfremdungsgesetz und Wohnraumschutz

Seit einigen Jahren gibt es in manchen deutschen Städten und Regionen das sogenannte Zweckentfremdungsverbot von Wohnraum. Diese Sonderregelung sorgt in Gebieten mit Wohnungsknappheit dafür, dass Wohnungen nicht unnötig leer stehen und verbietet die Zweckentfremdung von ungenutztem Wohnraum. Daher ist die dauerhafte Vermietung von nicht selbst genutzten Wohnungen auf Airbnb etc. dort streng reguliert.

Wer seine Mietwohnung als Ferienwohnung anbieten möchte, braucht neben der Erlaubnis des Vermieters auch eine Genehmigung vom Bezirksamt. Verstöße können zu hohen Bußgeldern bis zu 500.000 Euro führen.

Betroffen sind beliebte Städte, in denen es für Mieter zunehmend schwierig wird, ein bezahlbares Zuhause zu finden. Die genauen gesetzlichen Vorgaben sind dabei von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Auch Urlaubsregionen, in denen Ferienwohnungen immer gefragter werden, sind betroffen.

Ausnahmen: So kannst du deine Wohnung legal untervermieten

Willst du hingegen nicht die gesamte Wohnung vermieten, sondern nur ein leer stehendes Zimmer, so ist das in manchen Städten wie zum Beispiel Berlin erlaubt. Wichtig ist dabei, dass du selbst mindestens 51 % der Unterkunft bewohnst. In anderen Regionen darfst du die gesamte Wohnung vermieten, das aber nur für einige Wochen. In der Stadt München sind das zum Beispiel 8 Wochen im Jahr.

Auch in anderen europäische Ballungszentren und Ferienregionen ist die Vermietung von Ferienwohnungen gesetzlich geregelt. Über die konkreten Regelungen in deiner Stadt bzw. Region informierst du dich am besten direkt bei der zuständigen Behörde.

Müssen Einkünfte über Airbnb versteuert werden?

Einkünfte aus Vermietung von Ferienwohnungen musst du versteuern. Verschwiegene Einnahmen von gewerblicher Vermietung können zu hohen Strafen führen. Gerade wenn du deine Unterkunft online anbietest, können natürlich auch die Behörden leicht auf diese Informationen zugreifen.

Achtung: In manchen Regionen kommen noch weitere Kosten wie Kurtaxe, Übernachtungssteuer etc. hinzu. Auch hierzu informierst du dich am besten direkt bei deinen Behörden.

Fazit

Du darfst deine Wohnung auf Airbnb anbieten, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

Eigentumswohnung:

  • Die Wohnungseigentümergesellschaft erlaubt es.
  • Die Vermietung entspricht den gesetzlichen Vorgaben in deiner Region.

Mietwohnung:

  • Dein Vermieter ist einverstanden.
  • Die Vermietung entspricht den gesetzlichen Vorgaben in deiner Region.

Hinweis: Wir haben bei der Erstellung dieses Beitrags sorgfältig recherchiert. Bitte beachte jedoch, dass dieser Inhalt keine juristische oder steuerliche Beratung ersetzt.

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