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Airbnb-Gebühr nur für Gastgeber bis zu 15,5%: Was sich für Gastgeber ändert

Airbnb hat seine Gebührenstruktur für Gastgeber kürzlich angepasst, mit deutlichen Folgen. Viele Vermieter und Hausverwalter sehen sich nun mit Provisionssätzen von bis zu 15,5 % konfrontiert. Für Gastgeber bedeutet das: weniger Einnahmen pro Buchung und die Notwendigkeit, Preise und Strategien neu zu überdenken.

Das wirft wichtige Fragen auf:

  • Wie stark beeinflussen die neuen Airbnb-Gebühren deine Gewinne?
  • Welche Anpassungen solltest du an deiner Preisstrategie vornehmen?
  • Und gibt es Alternativen, mit denen du mehr von deinen Einnahmen behalten kannst?

In diesem Artikel erfährst du, was die neue Airbnb-Gebühr für Gastgeber konkret bedeutet, warum sie eingeführt wurde und welche praktischen Schritte du jetzt unternehmen kannst, um dich erfolgreich anzupassen.

Wie hoch ist die reine Gastgebergebühr bei Airbnb?

Traditionell verwendete Airbnb ein geteiltes Gebührenmodell, bei dem sowohl Gastgeber als auch Gäste eine Servicegebühr zahlten:

  • Gastgebern: ~3% der Gesamtsumme der Buchung
  • Gäste: 12-14% im Durchschnitt

Mit dem Modell der reinen Gastgebergebühr hat Airbnb die gesamten Kosten auf den Gastgeber übertragen:

  • Gastgeber: zahlen jetzt zwischen 14% und 16% der Buchungszwischensumme (je nach Standort, Stornierungsbedingungen und Angebotsart)
  • Gäste: zahlen keine zusätzliche Airbnb-Servicegebühr

Mit seiner Ankündigung vom 25. August 2025 hat Airbnb seine Gebühren für reine Gastgeber auf 15,5 % der Buchungszwischensumme (16 % in Brasilien) vereinheitlicht.

Wenn du mehr über die beiden Provisionsoptionen erfahren möchtest, schau dir den entsprechenden Artikel von Airbnb unter diesem Link an.

Wird das Host-Only-Modell für alle Hosts obligatorisch?

Airbnb führt schrittweise das Nur-Gastgeber-Modell (Einzelgebühr) auf der gesamten Plattform ein.

Ab dem 25. August 2025 müssen neue Gastgeber, die über Kanalmanager angeschlossen sind, die reine Gastgebergebühr verwenden. Bis zum 27. Oktober werden diejenigen, die bereits eine über eine API angebundene Immobilienverwaltungssoftware nutzen, automatisch umgestellt.

Auch Gastgeber, die keine Software verwenden, müssen bis zum 1. Dezember 2025 umstellen. Die einzige derzeitige Ausnahme sind bestimmte Hotel- oder Gastgewerbeangebote, die einen Vertrag mit Airbnb haben.

Warum hat Airbnb diese Änderung eingeführt?

Die Hauptziele von Airbnb waren:

  • Vereinfachung des Kundenerlebnisses: Durch die Abschaffung der Servicegebühr für Gäste ist der Preis, den die Gäste sehen, der Endpreis.
  • Bleiben Sie wettbewerbsfähig mit OTAs wie Booking.com und Expedia, die seit langem ein reines Provisionsmodell für Gastgeber verwenden.
  • Drängen auf Transparenz: Gäste beschwerten sich häufig über hohe Servicegebühren, die von Buchungen abhielten.

Wie wirkt sich die Erhöhung der Host-Only-Gebühr auf Ihre Einnahmen aus?

Die größte Auswirkung der Anhebung der reinen Gastgebergebühren von 15 % auf 15,5 % ist ein leichter Rückgang des Nettoeinkommens pro Buchung. Auf den ersten Blick mag ein halbes Prozent gering erscheinen, aber für Gastgeber, die mehrere Buchungen oder hochwertige Aufenthalte verwalten, summiert sich dies schnell. Bei einem monatlichen Umsatz von 2.000 € bedeuten diese zusätzlichen 0,5 % beispielsweise 10€ weniger in der Tasche pro Monat, und die Auswirkung wächst mit zunehmendem Volumen.

Was noch wichtiger ist: Airbnb ist dabei, das Modell der reinen Gastgebergebühr für alle Gastgeber verpflichtend zu machen, nicht nur für diejenigen, die einen Channel Manager oder eine Immobilienverwaltungssoftware nutzen. Bis Ende 2025 wird fast jeder Gastgeber auf Airbnb mit dieser Servicegebühr von bis zu 15,5 % belastet, während die Servicegebühr für die Gäste verschwindet.

Kurz gesagt:

  • Dein Nettoverdienst pro Buchung sinkt, da die Provisionen steigen.
  • Das bisherige Split-Fee-Modell entfällt: Airbnb setzt künftig fast ausschließlich auf das reine Gastgebermodell.
  • Für dich als Gastgeber wird es dadurch noch wichtiger, deine Preisstrategie zu überprüfen und Alternativen wie Direktbuchungen oder den Vertrieb über mehrere Kanäle in Betracht zu ziehen, um deine Gewinnspanne zu sichern.

Was können Gastgeber tun, um sich an die neue Airbnb-Gebühr anzupassen?

Die Erhöhung auf 15,5 % und die obligatorische Umstellung auf das Nur-Hosting-Modell werden sich auf das Endergebnis eines jeden Anbieters auswirken. Hier sind fünf clevere Möglichkeiten, wie du deine Gewinnspannen schützen und wettbewerbsfähig bleiben kannst:

1. Passe deine Preisgestaltung an

Eine mögliche Reaktion wäre, den Nachttarif anzuheben, um die gestiegenen Provisionen auszugleichen. Dies kann jedoch dazu führen, dass du im Vergleich zu anderen Inseraten oder OTAs weniger wettbewerbsfähig bist.

2. Nutze Dynamic Pricing Lösungen

Manuelle Preisaktualisierungen sind zeitaufwändig und oft ineffektiv. Mit einem Tool zur dynamischen Preisgestaltung (wie der integrierten Funktion von Smoobu) kannst du deine Preise automatisch an die Nachfrage, Saisonabhängigkeit, Auslastung und lokale Ereignisse anpassen. So kannst du deine Einnahmen maximieren, ohne den Markt ständig überwachen zu müssen.

3. Ermutigung zu Direktbuchungen

Wenn du deine eigene Website mit einer Buchungsmaschine erstellst, kannst du unabhängiger von OTA-Gebühren werden und 100% der Buchungseinnahmen behalten. Tools wie Smoobu's Webseiten-Baukasten machen es einfach, eine professionelle Website ohne Programmierkenntnisse einzurichten.

4. Diversifiziere deinen Vertrieb

Eine gute Lösung kann darin bestehen, sich auf mehrere Buchungsportale zu stützen. Verbinde deine Angebote mit anderen Kanälen (Booking.com, Expedia, Nischenplattformen) über einen Channel Manager. Auf diese Weise streust du das Risiko und vermeidest Abhängigkeit vom Provisionsmodell eines OTAs.

5. Optimiere dein Gästeerlebnis

Höhere Gebühren machen die Gewinnspannen kleiner, sodass die Gästebindung noch wichtiger wird. Eine gute Kommunikation, ein unkomplizierter Check-in und positive Bewertungen können dir helfen, Wiederholungsbuchungen zu sichern.

Schlussfolgerung

Die neue Airbnb-Gastgebergebühr von bis zu 15,5 % verändert, wie du mit deiner Ferienwohnung Einnahmen erzielst. Zwar macht sie die Preisgestaltung für Gäste transparenter, doch deine Gewinnspanne gerät dadurch spürbar unter Druck.

Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tools kannst du die Kontrolle behalten und verhindern, dass ein zu großer Teil deiner Einnahmen in Provisionen fließt. Ein Channelmanager, eine eigene Direktbuchungs-Webseite und automatisierte Gästekommunikation helfen dir, unabhängiger von Airbnb zu werden und deine Buchungen profitabler zu gestalten.

Wenn du dein Einkommen als Gastgeber langfristig sichern willst, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, auf ein dynamischeres, mehrkanaliges Management zu setzen.

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